Gedenk- und Ehrenmedaille für Dr. Friedrich Poppe Gedenk- und Ehrenmedaille für Dr. Friedrich Poppe Gedenk- und Ehrenmedaille für Dr. Friedrich Poppe, Deutschland, Leipzig, geschaffen zu seinen Lebzeiten (ab 1922), vergeben bis mindestens 1927 Bronze (geprägt), Ø 50,7 mm, Dicke 3,03 mm, 48 g; Bronze versilbert (geprägt), Ø 50,7 mm, Dicke 3,45 mm Signatur: M.&W.ST. (Mayer & Wilhelm, Stuttgart) Auflage: 95 Stück, vergeben als Auszeichnung für hervorragende züchterische Leistungen
Die Medaille wurde zu Ehren von Dr. Friedrich Poppe (geb. 6. Juli 1852 in Artern an der Unstrut; gest. 10. August 1925 in Leipzig) geschaffen, dem Herausgeber und Verleger der Fachzeitschrift Der Kaninchenzüchter und einer der prägenden Persönlichkeiten der deutschen Kaninchenzuchtbewegung. Die Stiftung erfolgte noch zu seinen Lebzeiten, und die Verleihung wurde über seinen Tod hinaus fortgeführt.
Avers
Die Vorderseite zeigt das fein modellierte Brustbild Poppes im Profil, mit charakteristischem Vollbart und zeittypischer Kleidung. Die umlaufende Inschrift lautet: „D. FR. POPPE HERAUSGEBER UND VERLEGER VON ‘DER KANINCHENZÜCHTER’ LEIPZIG“. Die scharf geschnittenen Konturen und die präzise Typografie weisen eindeutig auf eine Stempelprägung hin. Die Signatur M.&W.ST. identifiziert die renommierte Medaillenprägestätte Mayer & Wilhelm, Stuttgart.
Revers
Die Rückseite zeigt einen stilisierten Lebensbaum mit ausladender Krone und sichtbaren Wurzeln, darunter ein Wappenschild mit einem Kaninchen im Profil. Die umlaufende Inschrift lautet: „FÜR HERVORRAGENDE ZÜCHTERISCHE LEISTUNGEN ZUR FÖRDERUNG DER KANINCHENZUCHT“. Das Motiv verbindet symbolisch Wachstum, Verwurzelung und züchterische Tradition.
Verleihungsgeschichte
Die Medaille wurde in einer limitierten Auflage von 95 Exemplaren vergeben. Die vollständige Liste der Verleihungen wurde in Wahls Taschenkalender für Kaninchenzüchter, herausgegeben vom PoppeVerlag, in der Ausgabe 1928/29 veröffentlicht. Dort sind Datum, Name des Geehrten und Ort der Verleihung dokumentiert.
- Erstes Exemplar: 22. Februar 1922 an Carl Marpmann
- Letztes bekanntes Exemplar (Nr. 95): 23. Februar 1927 an Robert Klein, Berlin, für langjährige Tätigkeit zur Förderung der Kaninchenzucht
Damit dokumentiert die Medaille sowohl die Anerkennung herausragender züchterischer Leistungen als auch die nachhaltige Wirkung Poppes über seinen Tod hinaus.
Einordnung
Die Poppe-Medaille gehört zu den repräsentativen Vereins- und Verbandsprägungen der frühen 1920er Jahre. Ihre Gestaltung, die hochwertige Ausführung durch Mayer & Wilhelm und die klar definierte Verleihungspraxis machen sie zu einem bedeutenden Zeugnis der Professionalisierung der deutschen Kaninchenzucht und der Wertschätzung ihrer führenden Persönlichkeiten.
Abbildungen aus der Originalquelle
Dr. F.Poppe Medaille – die Eringer – Wahls Taschenkalender 1926
Gedenk- und Ehrenmedaille Dr. Friedrich Poppe. Auflistung. Wahls TK 1928. -1
Gedenk- und Ehrenmedaille Dr. Friedrich Poppe. Auflistung. Wahls TK 1928. -2
Gedenk- und Ehrenmedaille Dr. Friedrich Poppe. Auflistung. Wahls TK 1928. -3
Gedenk- und Ehrenmedaille Dr. Friedrich Poppe. Auflistung. Wahls TK 1928. -4
Gedenk- und Ehrenmedaille Dr. Friedrich Poppe. revers