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Fütterung der Kaninchen. Wahls Taschenkalender 1919

1919
Redaktionell aufbereitet

Fütterung der Kaninchen

Futtermittel. Während der Kriegszeit macht den Kaninchenzüchtern die Beschaffung von Futter viel Sorge und Mühe. Körnerfutter, Kleie, Schrot, Kartoffeln scheiden aus, sie sind nicht zu haben, ihre Fütterung ist untersagt. Dafür haben wir jetzt zur Verfügung:

1. das Grünfutter: Gras, Klee, Seradella, Luzerne, Kraut,- Kohl-Rübenblätter, alle möglichen Baumblätter und Baum- aromatische Kräuter, Runkeln, zweige, Unkrautblätter, Möhren usw.

2. als Trockenfutter: Heu, Grummet, alle getrockneten Kleearten, Heugesäme, getrocknete und geröstete Kartoffelschalen, allerlei Küchenabfälle, getrocknete Baumblätter (Laubheu), getrocknete Unkrautblätter, getrocknete aromatische Kräuter usw.

3. als Weichfutter: Kartoffelschalen, Küchenabfälle, gut gekocht möglichst mit Heugesäme oder etwas Kraftstrohmehl unter Zusatz von wenig Kochsalz zu einem steifen bröckeligen Brei angemacht. (Fressgeschirre stets sorgfältig auswaschen.)

Hauptsache bei der Fütterung ist Abwechslung! Man gebe den Kaninchen nie gefrorene Rüben und man halte nie mehr Tiere als man mit Leichtigkeit füttern kann.

Transparenz

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