Fachartikel

Vereinsarbeit. Richard Pöhnisch. Wahls TK 1928

1928 Seiten 141–146
Redaktionell aufbereitet

Vereinsarbeit

Von Richard Pöhnisch, Taucha b. Leipzig; Wahls Taschenkalender 1928

Wenn man im „Kaninchenzüchter"-Leipzig die Vereinsberichte liest, hauptsächlich in letzter Zeit die Berichte über die Hauptversammlungen, so findet man immer wieder dasselbe: Jahresbericht, Kassenbericht, Wahlen, Anträge usw. Nach den Vereinsberichten sind alle Generalversammlungen wie am Schnürchen gegangen. Aber man muss auch einmal zwischen den Zeilen lesen, man muss einmal hinter die Kulissen einen Blick werfen. Was findet man da?

Der Jahresbericht ist immer dasselbe, immer über einen Leisten geschlagen: „Eine Ausstellung, soviel Haupt-, soviel Monatsversammlungen.“ Schluss. Fragen verschiedener Art bleiben einfach offen. Hat der Verein Fortschritte gemacht? Ist die Mitgliederzahl gestiegen oder gesunken? Haben sich im verflossenen Jahre Missstände ergeben? Und welche?

Und dann kommen die Wahlen, die oft in geradezu gedankenloser Weise vor sich gehen.

Der Vorsitzende lehnt von vornherein eine Wiederwahl ab. Er wäre amtsmüde und mit anderen Arbeiten oder Ämtern überhäuft. Die Zuchtkollegen möchten doch von seiner Person absehen, denn es gäbe doch im Vereine eine Menge jüngere Mitglieder, die noch kein Amt hätten, usw.

Zuerst sagt niemand etwas. Dann meldet sich eine Stimme: „Mache doch nur geen Gram, mir sin doch immer mit dir zufrieden gewesen.“ Er lehnt immer noch grundsätzlich ab. Da meldet sich ein anderer: „Du kennst alles ganz genau, ein anderer müsste sich erst einarbeiten. Mach's nur noch einmal.“ Der Versammlungsleiter, der in den meisten Fällen um seine Person besorgt ist, damit er nicht etwa als 1. Vors. vorgeschlagen wird, denkt, jetzt ist die richtige Zeit gekommen: „Da sich niemand weiter zum Worte meldet, kommen wir zur Abstimmung. Wer dafür ist, dass unser Zuchtkollege K. wiedergewählt wird, den bitte ich, sitzen zu bleiben." Niemand erhebt sich. Er ist gewählt. Ob er annimmt, wird der Einfachheit halber gar nicht erst gefragt. Der Wahlleiter bringt auf den Vorsitzenden noch ein kräftiges „Gut Zucht" aus, und „die ganze Sache ist geschmissen". Nach Schluss der Versammlung, wenn die Mitglieder dann am Biertisch sitzen oder gruppenweise nach Hause gehen, hört man: „Na, nun ist er wieder Vorsteher geworden, er hat doch gar keine Lust mehr. Bis jetzt war's nichts mehr mit ihm, und im kommenden Jahre wird's nicht anders sein. Mich wundert's bloß, dass er überhaupt angenommen hat."

Ist eine solche Wahl nicht ein beschämendes Zeugnis von Gedankenlosigkeit und Oberflächlichkeit? Muss ein Verein, bei dem die Wahlen auf solche Art und Weise getätigt werden, nicht matt und krank von vornherein ins neue Vereinsjahr hineingehen? Und dabei ist einstimmige Wahl in Anführungsstrichen zu sehen! Einstimmig, das heißt: dem Vorsitzenden volles Vertrauen entgegenbringen, sich seiner Führung anvertrauen und mit ihm zusammenarbeiten zum Wohle des Vereins. Natürlich nicht mit ihm durch dick und dünn gehen, sondern bei anderer Meinung seine Ansicht bekennen, frei und offen.

Und dann: „Nun ist die Hauptversammlung vorbei. Nun haben wir wieder ein Jahr Ruhe! Nächstes Jahr wollen wir mal sehen, was der Vorstand fertiggebracht hat." Leider denkt ein großer Teil der Zuchtkollegen so. Aber das ist grundfalsch. Jeder müsste sich sagen: Ohne meine Mitarbeit kann der Verein nicht bestehen, kann der Vorstand nicht die nötige Freude zur segensreichen Arbeit entfalten.

Wie ist es nun richtig?

Das Wesentlichste für ein ersprießliches Arbeiten des Vorstandes ist seine zweckentsprechende Zusammensetzung. Wenn schon bei der Wahl gegen die notwendigen Erfordernisse gesündigt wird, dann sind alle weiteren Fingerzeige überflüssig. Und umgekehrt, wenn aus der Wahl ein unzweckmäßig zusammengesetzter Vorstand hervorgeht, dann helfen auch die verschiedenen Weisungen nichts. In eine größere Körperschaft, in einen „Gesamtvorstand" von 10 bis 15 Personen lassen sich natürlich nicht nur solche Zuchtkollegen hineinwählen, die ausnahmslos und restlos miteinander harmonieren. Wenn es sich nach der Wahl herausstellt, dass der eine oder der andere sich nicht gerade gut zu seinen Amtsgenossen zu stellen vermag, dann muss man sich auch mit gewissen Unzulänglichkeiten zufriedengeben. Am besten handelt man bei eintretenden Zerwürfnissen dann nach dem Sprichwort: Der Klügere gibt nach. In den engeren Vorstand gehören aber unbedingt nur Personen hinein, die auch wirklich ein Herz und eine Seele sind. Nicht selten verfolgt man ja die Praxis, Mitglieder, welche durch dauerndes Nörgeln und Krakeelen lästig fallen, dadurch stumm zu machen, dass man sie in den Vorstand hineinwählt. Man erreicht meistens damit seinen Zweck. Sobald der Störenfried mit arbeiten muss. vergeht ihm die Lust zu unfruchtbarer Kritik. Bei solch einem Verfahren bedenke man aber besser nur den erweiterten Vorstand mit solchen Mitarbeitern! In den engeren Vorstand wähle man lieber doch nur Personen, die tatsächlich leistungsfähig sind, und deren Charaktere zueinander passen. An dieser Stelle sind wirklich nur die besten Kräfte gerade gut genug. Außer der Befähigung zum möglichst gleichgestimmten Zusammenarbeiten muss von den Vorstandsmitgliedern vor allem verlangt werden, dass sie über ein ausreichendes Maß von Zeit verfügen. Es hat keinen Zweck, Leute in den Vorstand zu wählen, die nicht über ihre Zeit frei verfügen können und auch willig diese Zeit opfern.

Nun zu der Besetzung der einzelnen Vorstandsämter. Scheinbar, in Wirklichkeit aber nicht immer. ist das Amt des Vorsitzenden am wichtigsten. Bei der Besetzung dieser Stelle wird es immer auf die örtlichen Verhältnisse ankommen. Das schönste Verhältnis besteht dort, wo der Vorsitzende aus der Mitte der Zuchtkollegen heraus in sein Führeramt hineingewachsen ist, wo er dem Verein sein ganzes, treues Züchterherz widmet. Und die Anforderungen, die man an den 1. Vorsitzenden stellt, soll man immer den vorliegenden Verhältnissen anpassen Man soll von ihm nicht mehr verlangen, als er herzugeben vermag. Für das, was von ihm nicht erledigt werden kann, ist dann der zweite Vorsitzende da. Dieser muss, ebenso wie der erste Vorsitzende, Verantwortungsfreudigkeit besitzen. Immer wieder wird er in die Verlegenheit kommen, Anordnungen treffen zu müssen, für die er weder durch die Satzungen noch durch Äußerungen des ersten Vorsitzenden gedeckt ist. Es muss ferner eine Person sein, die stets und überall zugegen ist, auf die in jeder Hinsicht zurückgegriffen werden kann. Denn der erste Vorsitzende wird sich nicht um jede Kleinigkeit kümmern können. Mit ihren so verschiedenartigen Wünschen werden die Mitglieder immer zu ihm kommen. Er wird in der Regel derjenige sein müssen, der einzugreifen hat, wenn zwei Mitglieder aneinandergeraten; der dafür zu sorgen hat, dass bei widerstreitenden Interessen der anderen Vorstandsmitglieder die goldene Mittelstraße gefunden wird. Schriftführer und Kassierer dürfen in der Führung ihrer Ämter vor allem auch nicht kleinlich sein. Man muss auch ihnen eine gewisse Selbständigkeit zubilligen. Selbst bei wesentlichen Schriftstücken, bei erheblichen Ausgaben soll man nicht von ihnen fordern, dass sie genau – 145 den Beschlüssen des Vorstandes entsprechend verfahren. Sie sollen sich auch nicht scheuen, hin und wieder, wo es erforderlich ist, auf eigene Verantwortung zu handeln. Wo sie das tun dürfen, dafür müssen auch sie das richtige Gefühl haben. Damit Streitigkeiten zwischen den einzelnen Amtsinhabern vermieden werden, ist es natürlich auch sehr wünschenswert, dass die einzelnen Vorstandsmitglieder immer gute Fühlung miteinander behalten. Ein herzliches persönliches Verhältnis führt gewöhnlich schon zu genügend häufigem Gedankenaustausch, aus dem ein dauernd gutes Einvernehmen sich ergeben muss. Es bleibt schließlich noch über die Vorstandssitzungen etwas zu sagen, nämlich, dass jeder bemüht sein muss, stets nur das Notwendigste zur Sprache zu bringen. Kleine Meinungsverschiedenheiten und Beschwerden werden am besten dadurch erledigt, dass man die Vermittlung des ersten, besser noch des zweiten Vorsitzenden anruft. Es ist grundfalsch, wenn man bei jedem auftauchenden Zweifel die Verhältnisse durch einen Vorstandsbeschluss klären und sicherstellen will. Das Protokollbuch der Vorstandssitzungen würde dann was leider vielfach der Fall ist eine Unmenge von Beschlüssen aufweisen, von denen nicht der zehnte Teil weitgehende Bedeutung hätte. Der Vorstand hat in seinen Sitzungen nur die obersten Richtlinien festzulegen. Im Übrigen muss alles dem Ermessen der einzelnen Vorstandsmitglieder und, wo diese die vorliegenden Schwierigkeiten nicht zu beseitigen vermögen, der Entscheidung des Vorsitzenden überlassen bleiben.

Und nun noch etwas von den Mitgliedern selbst.

Jedes Mitglied hat über die Angelegenheiten des Vereins selbstverständlich seine eigenen Ansichten. Alles, was der Vorstand tut, ist grundsätzlich Unsinn. Was tut man am besten, um der Auswirkung dieses Gegensatzes entgegenzuarbeiten? Ein Fehler wäre es, wenn man jeden Tadel eines Mitgliedes zum Gegenstand einer Staatsaktion machen wollte. Vielfach werden Vorwürfe von Zuchtkollegen vor dem versammelten Verein erörtert. Die Folge ist dann regelmäßig, dass zu dem zuerst erhobenen Vorwurf eine ganze Menge weiterer tritt. Eine ganze Anzahl von Zuchtkollegen gibt den Senf dazu, und ein jeder will den vorliegenden „schweren" Fall anders behandelt wissen. Wird noch ein Vorstandsmitglied, wenn auch berechtigterweise, grob dazu, dann ist der Krach da. Wenn ein Vorstand seine Geschäfte nicht so zu führen vermag, dass Vorwürfe aus der Reihe der Züchter ganz unterbleiben oder zum mindesten sehr selten sind, dann wird die Lage durch langwierige Wechselreden sicher nicht verbessert. Ist es einmal so weit gekommen, dass eine Aussprache unvermeidlich ist, dann lässt man am besten die Dinge einfach laufen, wie sie wollen, und verhält sich den Tadlern gegenüber möglichst passiv. Einmal muss auch der ärgste Sturm austoben. Falsch wäre es immer, wollten der Vorstand oder die Vorstandsmitglieder, die es besonders angeht, die „gekränkte Leberwurst" spielen, oder sich gar verpflichtet fühlen, den Widersprechenden „in seine Schranken" zu verweisen. Die Vereinsdisziplin, die man auf solche Weise aufrechterhalten will, leidet durch derartiges Vorgehen am meisten.

Das beste Mittel, den Widerspruchsgeist unter den Mitgliedern niederzuhalten, ist das Bestreben, dem Verein immer neue, große Aufgaben zu stellen. Man soll dabei nicht ängstlich sein. Wie oft hört man, wenn ein neues Unternehmen bekannt wird, die Meinung: Das kann der Verein unmöglich schaffen! Wird aber erst mit der Vorbereitung begonnen und sehen die Mitglieder, dass es mit den Arbeiten vorwärts geht, dann ist doch ein jeder mit Lust und Liebe dabei.

Ein Zuchtkollege, der mit Leib und Seele bei der Sache sein will, darf möglichst keine Versammlung versäumen. Man soll sich nicht durch Kleinigkeiten abhalten lassen. Und wenn, dann soll man sich entschuldigen Den Vereinsbeitrag soll man gern und pünktlich bezahlen. Zur Führung eines Vereines gehört Geld. Es ist auch nicht angenehm für den Kassierer, wenn er am Jahresschluss abrechnen soll, und es fehlen noch soundso viel Beiträge. Kann einer mal nicht gleich bezahlen, dass er eventuell erwerbslos ist, dann genügt ein Wort. Aber meistens wird ja auch das nicht gesprochen. Der Kassierer weiß überhaupt nicht, woran er ist.

Vor allen Dingen wird die Mitarbeit der Vereinsmitglieder gebraucht, wenn eine Ausstellung vorbereitet wird. Wenn es da heißt: Freiwillige vor, dann müssen eben auch alle wie ein Mann vortreten und mithelfen. Jeder Zuchtkollege soll Reklame machen. Eintrittskarten umsehen und Plakate an günstigen Stellen anbringen lassen.

Man soll auch nicht vergessen, neue Mitglieder zu werben. Je größer der Verein, desto höher die Leistungen. Wenn vom Vorstand Anordnungen getroffen werden, die nicht gerade nach jedem seinem Kopfe geraten sind, dann soll derjenige, der anders denkt, nicht abseits stehen, sondern trotzdem fest mit zugreifen zum Wohle des Ganzen. Keinem fällt eine Perle aus der Krone, wenn er Sachen mitmacht, die eigentlich nicht nach seinem Sinne sind.

Noch vieles andere ließe sich einflechten, aber jeder mag nur selber einmal nachdenken. Es wird ihm noch vieles einfallen.

Bernhard Pickert
Anmerkungen und redaktionelle EinordnungBernhard PickertRedaktioneller Zusatz zum historischen Originaltext

redaktioneller Zusatz

Auswertende Rezension zu

Richard Pöhnisch: Vereinsarbeit (1928)

Zentrale Einschätzung

Richard Pöhnisch legt 1928 einen bemerkenswert scharfsinnigen, zugleich pragmatischen Essay über die Funktionsweise und Fehlfunktionen von Kleintierzüchtervereinen vor. Sein Text ist weit mehr als ein zeitgebundenes Stück Vereinsfolklore: Er ist eine frühe, erstaunlich moderne Analyse von Gruppenprozessen, Führungsstrukturen und der Psychologie ehrenamtlicher Arbeit.

Die Stärke des Textes liegt in seiner beobachtenden Genauigkeit und der unverblümten Kritik an Routine, Gedankenlosigkeit und mangelnder Verantwortungsbereitschaft – sowohl im Vorstand als auch in der Mitgliedschaft.

Inhaltliche Kernaussagen

1. Kritik an formelhaften Vereinsabläufen

Pöhnisch beginnt mit einer Diagnose: Vereinsberichte seien stereotyp, ritualisiert und verschleierten die eigentlichen Probleme. Er zitiert etwa:

„Eine Ausstellung, soviel Haupt-, soviel Monatsversammlungen. Schluss.“

Damit entlarvt er die Selbstzufriedenheit vieler Vereine und fordert eine echte Reflexion über Fortschritte, Missstände und Mitgliederentwicklung.

2. Wahlpraxis als Symptom der Vereinskrankheit

Besonders bissig beschreibt er die Wiederwahl eines amtsmüden Vorsitzenden – ein Vorgang, der eher einer Farce gleicht als einem demokratischen Prozess. Die Szene ist zugleich humorvoll und tragisch:

„Wer dafür ist, … den bitte ich, sitzen zu bleiben. Niemand erhebt sich. Er ist gewählt.“

Pöhnisch zeigt hier, wie Bequemlichkeit, Konfliktscheu und Gruppendruck zu schlechten Entscheidungen führen.

3. Anforderungen an einen funktionierenden Vorstand

Er fordert:

  • harmonische Zusammenarbeit im engeren Vorstand
  • klare Verantwortlichkeiten
  • ausreichend Zeitressourcen
  • Mut zu selbstständigen Entscheidungen
  • Vermeidung von Kleinkrämerei und Überregulierung

Besonders modern wirkt seine Forderung, nicht alles durch Beschlüsse zu regeln, sondern Vertrauen und Handlungsspielräume zu schaffen.

4. Mitglieder als Mitverantwortliche

Pöhnisch kritisiert nicht nur die Funktionsträger, sondern auch die passive Haltung vieler Mitglieder:

  • mangelnde Teilnahme
  • fehlende Mitarbeit
  • unproduktive Kritik
  • Unpünktlichkeit bei Beitragszahlungen

Sein Gegenentwurf: aktive, loyale, konstruktive Mitgliedschaft, die große Aufgaben nicht scheut.

Historische und soziologische Einordnung

Zeittypische Aspekte

Der Text spiegelt die Vereinslandschaft der Weimarer Republik:

  • starke Bedeutung lokaler Gemeinschaften
  • Ehrenamt als moralische Pflicht
  • patriarchal geprägte Führungsstrukturen
  • Ideal des „Zuchtkollegen“ als kameradschaftliche Figur

Überraschend moderne Elemente

Viele seiner Beobachtungen wirken zeitlos:

  • Burnout im Ehrenamt
  • Überlastete Vorsitzende
  • Wahlmüdigkeit
  • Konfliktvermeidung
  • Notwendigkeit von Teamharmonie
  • Bedeutung klarer Kommunikation

Pöhnisch formuliert damit eine frühe Form von Vereinsmanagement-Lehre, bevor dieser Begriff überhaupt existierte.

Stilistische Bewertung

Stärken

  • anschauliche Szenen
  • präzise Beobachtung
  • ironisch-humorvolle Zuspitzungen
  • klare normative Orientierung
  • didaktischer Impuls: Er will verbessern, nicht bloß kritisieren

Schwächen

  • gelegentlich moralisierend
  • wenig strukturelle Analyse (z. B. Satzungsrecht, Organisationsformen)
  • stark auf persönliche Charaktereigenschaften fokussiert

Diese Schwächen sind jedoch typisch für die Zeit und mindern den Wert des Textes nicht.

Fazit

Pöhnischs „Vereinsarbeit“ ist ein prägnantes, lebendiges und erstaunlich aktuelles Stück Vereinssoziologie. Seine Kritik an Wahlritualen, Vorstandsarbeit und Mitgliedsverhalten ist zeitlos und bietet wertvolle Einsichten für heutige Vereine – gerade im Kleintierzüchterwesen, wo Tradition und Ehrenamt eine zentrale Rolle spielen.

Der Text eignet sich hervorragend als kommentierte Quelle für die Kaninchenzucht, insbesondere in Kapiteln zu:

  • Vereinsgeschichte
  • Ehrenamt und Führung
  • Soziologie der Züchtervereine
  • Didaktische Hinweise für moderne Vereinsarbeit
Transparenz

Hinweis zur redaktionellen Aufbereitung

Kontrollierter ENZYK-Quellenimport. Historischer Haupttext, Quellenbilder und redaktionelle Zusätze wurden automatisiert aus dem Fachreihenarchiv übernommen. Vor Veröffentlichung redaktionell prüfen.

Quellennachweis

Historisches Original

Vereinsarbeit. Richard Pöhnisch. Wahls TK 1928 – Original/PDF

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