Von Arnold Hirt, Dauchingen; in „Das Blaue Jahrbuch“ 1991
Scheckenkaninchen gehören auf jede Ausstellung. Sie beleben sie und stellen eine echte Bereicherung in der Vielzahl unserer Rassen und Farbenschläge dar. Von Fachleuten und Laien werden sie gleichermaßen bewundert. Als Züchter von Englischen Schecken hatten es mir die Deutschen Riesenschecken, den Aristokraten unter den Kaninchenrassen, schon immer besonders angetan. Ihre majestätische Erscheinung musste einfach begeistern. Der Abkömmling des Wildkaninchens mit seiner weißen Grundfarbe und der aparten Zeichnung hat Freunde in der ganzen Welt. So schön diese Sehenswürdigkeit nun einmal ist, die züchterischen Probleme sind ganz enorm. Ob es nun die am schwersten zu züchtende Rasse ist oder nicht, sei dahingestellt. Möglicherweise aber halten die Schwierigkeiten, die mit ihr verbunden sind, viele Züchter zurück, diese delikate Zucht zu betreiben. Zu den Problemen der spalterbigen Rasse kommen noch die vielseitigeren der Riesenzucht hinzu. Die Buchten müssen den Tieren genügend Platz bieten zu ihrer Entfaltung. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sie praktisch nicht groß genug sein können, um eine erfolgreiche Riesenzucht zu betreiben. Die Futtergrundlage muss eine völlig andere sein als z. B. bei Tieren der kleinen oder gar Zwergrassen. Selbst das Futteraufkommen einer gehobenen Mittelrasse unterscheidet sich noch wesentlich von dem einer Riesenrasse, wobei man fairerweise aber auch klarstellen muss, dass gerade das Deutsche Riesenscheckenkaninchen sich diesbezüglich vom Deutschen Riesen noch positiv abhebt. Die Entsorgung der nicht unerheblichen Menge an Exkrementen ist ein weiteres Problem. Ein weiterer, nicht unwesentlicher Grund für die Neuzüchtung eines kleineren Tieres mit der Zeichnung der Deutschen Riesenschecken war das völlig veränderte Konsumentengebaren. Der Verbraucher bevorzugt heute das kurzfaserige Weißfleisch in etwas kleinerer Menge. Schwierige Entscheidungen also bei Zuchtbeginn, Rassewechsel oder aber bei dem Versuch, eine neue Rasse zu schaffen, wenn man sich andererseits von der faszinierenden Zeichnung gedanklich nicht lösen kann.

1,0 Kleinschecken, schwarz-weiß. Foto: Wolters
Die Entstehung einer neuen Rasse
So entschied ich mich 1972 für eine Neuzüchtung. Die dafür erforderlichen Unterlagen, eine dreifache Ausfertigung über die Vorstellungen von der neuen Rasse mit Beschreibung der Positionen, wurden bei meinem Landesverband eingereicht. An dieser Stelle muss ich etwas weiter ausholen. Das Entscheidende an der Neuzüchtung „Klein-Schecke" waren meine Idee, ein kleineres Tier mit der Zeichnung der Deutschen Riesenschecken zu erzüchten, die Einreichung beim Landesverband und die damit beginnende Arbeit. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass in der damaligen CSSR eine Rasse gezüchtet wird mit dem Namen Tschechische Schecke. Wenn mir in den Zeiten des sich abzeichnenden Erfolges und auch nachher, als meine Neuzüchtung zur Rasse erhoben wurde, der Erfolg in Wort und Schrift streitig gemacht wurde, z. B. mit dem Argument, das sei eine Nachzüchtung der Tschechischen Schecke, so ist dies ganz einfach unfair. In den Zeiten der harten, undankbaren Arbeit der Neuzüchtung, die sich über sechs Jahre hinzog, dachte in Deutschland niemand daran, etwas Gleichwertiges zu schaffen oder aber die Tschechischen Schecken zu importieren. Nun aber wieder zurück zum Beginn der Neuzüchtung. Mir schwebte ein Tier vor mit einem Normalgewicht von etwa 3,5 bis 4,0 kg und einer Form, etwa der unserer Rheinischen Schecken entsprechend, leicht gestreckt und walzenförmig. Das Fell dicht und nicht zu lang in der Begrannung. Die Kopfzeichnung, Rumpfzeichnung und Farbe wie bei unseren Deutschen Riesenschecken, wobei die Zeichnung allgemein etwas feiner, d. h. die Seitenpunkte kleiner sein sollten.
Ich arbeitete mit schwach gezeichneten Englischen Schecken- Häsinnen, und paarte sie mit verschiedenen DRSch-Rammlern. Die Nachzuchten waren, beginnen wir mit der Zeichnung, wie sie bei Schecken allgemein nun einmal ist, recht und schlecht. Die großen Punkte des Deutschen Riesenschecken überwogen, wobei von einem Zeichnungsmuster herzlich wenig die Rede sein konnte, ganz abgesehen davon, dass die kleinen Punkte der Englischen Schecken recht unplatziert zum Vorschein kamen. Ich konnte ja beileibe nicht erwarten, eine perfekte Zeichnung zu erzüchten, zumal es sich ja um erbliche Abänderungen (Mutationen) handelte. Um von vornherein gleich eine breite Basis zu schaffen, arbeitete ich mehrgleisig, d. h. mit mehreren Linien. Die Voraussetzungen waren jedoch die gleichen.
Formlich war die F 1-Generation durchweg eine Enttäuschung. Die ziemlich langen und schmalen Körper waren nicht annähernd das, was ich mir vorstellte. Angesichts dieser Misere dachte ich auch an die Paarung mit Alaska oder mit Rheinischen Schecken. Bei den letzteren wurden dann auch die Formen etwas verbessert, aber die Farben waren blass. Meine Vererbungskenntnisse rieten mir völlig zu Recht von dem Versuch mit Alaska ab.
Irgendwie musste es jedoch weitergehen. So paarte ich die bestgezeichneten und formlich besten Tiere der einen Linie mit denen der anderen zusammen. Der nächste Rückschlag war auch hier perfekt. Es fielen zahlreiche Tiere, die reichlich lang im Haar waren (bis zu 5 cm), der Laie spricht hier von Angora. Dass dies natürlich nicht der Fall war, also keine Angora mit im Spiel waren, braucht gar nicht erst erwähnt zu werden. Die Ausgangstiere, und hier waren es die Deutschen Riesenschecken, die im Haar etwas lang veranlagt waren, schlugen in der Halbgeschwister- bzw. Verwandtschaftspaarung durch. Was blieb mir übrig, als auch diese Tiere zu selektieren und mit nur relativ wenig Brauchbaren meinen Weg fortzusetzen.
Das Interesse der Züchterwelt an dieser Neuzüchtung war verhältnismäßig gering, was nicht gerade zur Ermutigung in dieser schwierigen Phase beitrug. Dies war nur allzu verständlich, weil jeder wusste, dass in der angestammten Zucht so gut wie nichts mehr ging, ganz zu schweigen von den großen Erfolgen. Wie ich schon erwähnte, musste ich meinen Weg mit nur wenig übriggebliebenen Tieren fortsetzen. Das hieß aber auch, das Augenmerk nicht nur auf die bereits beschriebenen Mängel zu richten. Auch die vorwiegend langen und schmalen Köpfe sowie lange und faltige Ohren passten ganz und gar nicht zu meiner Vorstellung von den Klein-Schecken und mussten, besser gesagt, sollten ausgemerzt werden.
Mit Klein-Schecken erstmals in der Öffentlichkeit
Den ersten Erfolg konnte ich auf der 11. Bundes-Kaninchenschau in Stuttgart am 16./17. Februar 1974 verbuchen. In der Abteilung: „Neuzüchtungen“ stellte ich als alleiniger Aussteller 4 Tiere aus mit der Prädikatsbewertung 2mal sehr gut und 2mal gut. Diese Tatsache bestätigte, was ich eingangs schon erwähnte, nämlich dass zu diesem Zeitpunkt in Deutschland nicht einmal der Gedanke an eine solche Rasse lebendig war, geschweige denn, dass Tiere aus der CSFR eingeführt worden wären.
Die Reaktion auf die vorgestellte kommende Rasse war sehr vielseitig. Von ablehnender Haltung bis zur Bewunderung, wobei letztere in der Mehrzahl war und mich natürlich in meiner Einstellung stärkte, meine Begeisterung kräftigte (übrigens, ohne diese Voraussetzungen ist ein solches Unternehmen schon am Anfang zum Ende verurteilt) und mich zu weiteren Taten animierte. Nie aber hörte ich die Reaktion: „Diese Tiere kennen wir", oder ähnliches. Nicht während der ganzen Zeit der Zucht noch auf den Schauen, wo sich sicherlich eine enorme Zahl von Besuchern, unter ihnen viele Experten und Züchter, an den Käfigen vorbeibewegte und nicht mit Kommentaren sparte.
Wie gesagt, der Weg lag vor mir. Ich wusste aber auch, wenn diese Neuzüchtung die Chance für eine Erhebung zur Rasse erhalten sollte, musste sie noch eine weitere Verbreitung erfahren, d. h., das Interesse anderer Züchter musste merklich stärker werden. An Interessenten gab ich auch einige Tiere ab. Diese versuchten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, etwas zu erreichen. Die Möglichkeiten waren insofern beschränkt, als überhaupt keine Austausch- bzw. Zukaufmöglichkeiten bestanden.
Zu diesem Zeitpunkt gesellte sich dann Zfrd. Dieter Rapp vom Nachbarverein Deißlingen zu mir. Wenn wir auch vorwiegend mit den gleichen Blutlinien züchteten, so hatten wir doch den Vorteil, gemeinsam über wesentlich mehr Platz zu verfügen. Wir konnten daher das eine oder andere Tier mehr aufziehen, um es in die Zucht einzubauen. Wir schlossen uns daher zu einer Zuchtgemeinschaft zusammen, und erfüllten so damals, nebenbei vermerkt, die gleichen Bedingungen, wie sie heute von einer ZG verlangt wer- den. Die ZG Hirt-Rapp stellte bei der Württembergischen Landesschau im Februar 1976 auf dem Killesberg in Stuttgart 7 Tiere aus, die sich wiederum verbessert zeigten. Das Interesse an dieser Neuzüchtung wuchs. Die interessierten Züchter sahen eine Chance, diese Tiere eines Tages als Rasse züchten zu dürfen.
An dieser Stelle muss ich nochmals besonders erwähnen, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass in der CSSR sogenannte Tschechische Schecken als Rasse existierten. Die Artikel in unserem Fachblatt unter den Titeln: „Sind Klein-Schecken identisch mit Tschechischen Schecken?" „ oder“ „Tschechische Schecken jetzt auch bei uns“ und „Zum ersten Mal Tschechische Schecken bei einer Schau“, wurden in Unwissenheit über die „Neuzüchtung“ in Deutschland geschrieben.
Der Durchbruch
Ich habe vorher von einer Vielzahl interessierter Züchter geschrieben. Unter ihnen gab es einige, die aktiver waren, interessierter, weitblickender. Sie fuhren in die Tschechoslowakei und kauften sich dort Tiere. Wievielte Tiere es gewesen sind, vermag heute niemand mehr genau zu sagen, aber das ist ja auch nicht wichtig. Das Entscheidende daran war, sie kauften fertige Tiere, die unseren Neuzüchtungstieren in allen Positionen überlegen waren. Vorwiegend sollen es schwarz-weiße Tiere gewesen sein, aber auch solche in Blau- und Braun-Weiß. Das war der Durchbruch, und hierfür darf man Helmut Rapp, Siegfried Rapp und Dieter Gebhard dankbar sein.
Von nun an sah man Tiere, von denen man vorher nur träumen konnte. 1978 wurde die Neuzüchtung „Klein-Schecke“ als Rasse anerkannt und somit in den Standard aufgenommen.

0,1 Kleinschecken, schwarz-weiß. Foto: Scheide
Die 13. Bundes-Kaninchenschau 1978 in Stuttgart war mit 53 Tieren, davon 4 in Blau-Weiß, beschickt und somit die erste große Schau, bei der die Klein-Schecken als Rasse ihren gelungenen Einstand gaben. Wie schon erwähnt, war die Qualität bei dieser Bundesschau überraschend gut, einige Tiere sogar hervorragend. Die Bewertung hierfür war der sichtbare Ausdruck. Den Beweis lieferten die Tiere selber. Die Züchter waren erstaunt und begeistert. Es schien sich ein Siegeszug für die Klein-Schecken anzubahnen, oder war es einfach das Neue, das begeisterte?
Zucht und Verbreitung
Wer nun glaubte, bei den Klein-Schecken ließen sich Spitzentiere am Fließband produzieren, der sah sich bald getäuscht. Der anfänglichen Euphorie folgte bald die Wirklichkeit. Die Spitzentiere bei der Bundes-Schau blieben eine Seltenheit bis zum heutigen Tag. Die Vererbungsgesetze sind die gleichen wie bei den anderen Scheckenrassen. Die Verpaarung von Typenschecken, das sind die ausstellungsfähigen Schecken, mit Typenschecken bringt reinfarbige Tiere ohne jegliche Scheckung und sogenannte Weißlinge. Die Typenschecken überwiegen dabei. Genetisch bedingt der Scheckenfaktor in doppelter Dosis, also homozygot, den Ausfall der Pigmentierung. Übrig bleiben nur einzelne Punkte und Flecken am Kopf und vielleicht noch auf der vorderen Körper- hälfte. Reinerbige Schecken sind nur schwach gezeichnet und haben überhaupt nichts Schönes an sich. Man nennt diese Tiere auch Chaplins. Dieses englische Wort ist bezeichnend für diese Art von Tieren. Die Verpaarung von Typ und Typ bringt etwa 3 Teile gezeichnete Tiere und 1 Teil einfarbige. Die Verpaarung Typ und Einfarbig bedeutet gezeichnete und einfarbige Tiere je zur Hälfte. So verhält es sich auch bei der Verpaarung Einfarbig und Typ, also auch die Hälfte gezeichnete und einfarbige Tiere. Auffallend dabei ist, dass der Scheckenfaktor K dominant ist (K über Nichtscheckung k). Man erhält also Weißschecken, Typenschecken und einfarbige Tiere im Verhältnis 1:2:1. Theoretisch sowie auch praktisch lassen sich Weißschecken und einfarbige Tiere miteinander paaren, und man erhält durchweg Typenschecken. Nur, wie die Typenschecken gezeichnet sind, steht auf einem anderen Blatt, nämlich auf dem der Natur. Und dass sie immer noch das Machtwort spricht, d. h., dass die Natur immer noch stärker ist als das ausgefuchsteste Vererbungssystem, ist ohne Zweifel.
Ich sagte vorhin: auch praktisch lassen sich Weißschecken und einfarbige Tiere miteinander paaren. Hier setzen die ersten entscheidenden Schwierigkeiten ein. Die reinerbigen Schecken sind nämlich Kümmerer, sie sind in der Regel lebensuntauglich. Nur in Ausnahmefällen erreichen sie die Zuchtreife. In den meisten Fällen gehen sie im Alter von 10 bis 12 Wochen ein. Dabei entwickeln sie sich phasenweise. In der Jugendentwicklung ist eine Schwächung nur selten zu beobachten. Nach dem Absetzen beginnt jedoch die kritische Zeit. Die Tiere bleiben in ihrer Entwicklung zurück, sind anfällig gegenüber jeglicher Futterumstellung und leiden oft an Verdauungsstörungen. An den Scheckenfaktor K ist die Anlage der geschwächten Lebenskraft gekoppelt. Ist dieser in doppelter Dosis, also reinerbig, vorhanden, bedeutet dies eine ausgeprägte Schwächung. Dagegen ist bei der einfachen Dosierung, d. h. Spalterbigkeit Kk, die Schwächung verdeckt vorhanden und bleibt ohne Wirkung.
Leider hält die Scheckenzucht eine weitere Schwierigkeit bereit, die genetische Streuung der Zeichnungsmerkmale. Die Abzeichnungen, wie wir sie auch immer nennen mögen, differieren völlig und sind erblich wenig fixierbar. Es ist also unmöglich, z. B. die Rumpfzeichnung unserer Schecken genetisch anzuvisieren. Durch die Nebenerbanlagen, die für die Zeichnung mehr oder weniger verantwortlich sind, kam man jedoch im Laufe der Zeit bewusst oder unbewusst, zu einem doch etwas einheitlicheren Zeichnungsbild.
Zusammenfassend würde ich auch für die Klein-Schecken das System der Linienzucht nicht außeracht lassen. Mit Hilfe der Linienzucht werden die einzelnen Zuchtaufgaben, z. B. die Körperform, das Fell oder die Zeichnung, gleichzeitig nebeneinander gelöst, das Erbgut wird konzentrierter im Stamm verankert. Fremdeinkreuzungen können das Erreichte wieder zunichtemachen.
Wie sieht es nun mit der Verbreitung der Klein-Schecken aus? Seit ihrer Erhebung zur Rasse im Jahr 1978 steigt die Zahl der Züchter ständig. Das Herabsetzen der Höchstgewichtsgrenze von 4,00 auf 3,75 kg mag, dem einen oder anderen nicht in sein Konzept gepasst haben. Von wesentlichen Einbußen kann aber nicht die Rede sein. Die jahrelange Arbeit der Neuzüchtung sowie das Importieren tschechischer Tiere hat sich gelohnt. Die Züchter und Liebhabern haben eine Rasse mit drei Farbenschlägen, ausgewogen nach allen Seiten, die gehobenen Ansprüchen gerecht wird. Wegen seines Kontrastes ist der schwarz-weiße Farbenschlag am beliebtesten und auch der am häufigsten verbreitete. Es folgt mit Abstand der blaue Farbenschlag. Hierbei ist erstaunlich, dass trotz der geringeren Verbreitung bzw. Zukaufsmöglichkeit schon echte Spitzentiere zu sehen waren, die auch formlich begeistern konnten.
Den havanna-weißen Tieren mangelt es hauptsächlich noch in der Körperform, während die Zeichnungsmerkmale z. T. schon recht akzeptabel sind. Schade, dass besonders in diesem, aber auch im blauen Farbenschlag nur wenige Züchter agieren müssen. Wenn die Farben satt sind, und das ist ja unser Ziel, sind auch diese beiden Farbenschläge wunderbar. Voraussetzung ist natürlich, dass die Kopf- und Rumpfzeichnung sowie Form und Fell den Standardforderungen nahekommen. Im Rahmen dieses Berichtes kann ich nicht näher auf die Musterbeschreibung dieser Rasse eingehen. Sie ist für jedermann im Standard nachzulesen und sollte ohnehin Allgemeingut der Züchter sein.
Bei den Schwarz-Weißen sieht man, wie erwähnt, schon Spitzentiere, auf die viele Züchter unserer Deutschen Riesenschecken neidisch sein können und dies besonders in puncto Zeichnung. Wer mit offenen Augen vor allem durch unsere Bundesschauen geht, wird mir diese Behauptung bestätigen. Auf der 19. Bundes- Kaninchenschau im Februar 1990 in Stuttgart saßen 103 Tiere in allen drei Farbenschlägen. Die Tierzahl gab bei dieser Schau wegen besonderer Umstände keinen Aufschluss über den Beliebtheitsgrad einer Rasse, auch nicht über den der Klein-Schecken. In allen drei Farbenschlägen waren Spitzentiere zu sehen. Sie bestätigten meine Aussage in puncto Qualität. Ein Ausstellungsrekord von 249 Tieren brachte die 18. Bundeskaninchenschau in Stuttgart. Auch hier kristallisierten sich Spitzentiere heraus vor allem in Schwarz-Weiß, aber auch in Blau-Weiß. Die Havanna-Weißen waren hier zahlenmäßig sowie auch qualitativ schwach vertreten. Die 15. Bundesschau 1982 in Stuttgart, vier Jahre nach der Anerkennung, war mit 141 Tieren, die 16. in Hannover im Jahr 1984 mit 178 Tieren und schließlich die 17. Bundesschau 1985 in Nürnberg war mit 197 Tieren vertreten. Nicht nur die Bundesschauen, auch die vielen Schauen niedrigen Ranges zeugen von der Existenz und der Beliebtheit der Klein-Schecken.






