W. Römpert, Reilingen/Bd.

Große mittelgroß kleine

Riesen Rassen Rassen Rassen Zwerge

Stallmindestgrößen

Breite 120 cm 100 cm 80 cm 60 cm 55 cm

Tiefe 80 cm 80 cm 80 cm 80 cm 75 cm

Höhe 60 cm 55 cm 55 cm 55 cm 50 cm

Ungefährer Futterbedarf pro Tag u. ausgewachsene. Kaninchen in Gramm

Saftfutter 900 800 700 400 300

Heu 70 65 55 45 35

Kraftfutter 70 60 45 20 15

Gewichte der versch. Rassen im Laufe ihrer Entwicklung in Gramm

1. Monat 800 700 570 295 190

2. Monat 1700 1450 1200 500 290

3. Monat 2700 2400 2000 1000 480

4. Monat 3700 3350 2500 1300 600

5. Monat 4600 4000 2900 1630 720

6. Monat 5150 4400 3450 1900 850

7. Monat 5650 4850 3750 2130 1000

8. Monat 6100 5200 4100 2350 1100

9. Monat 6550 5400 4350 2600 1150

10. Monat 6800 5600 4500 2650 1200

Zuchtreif 10 Mon. 10 Mon. 8-9 Mon. 7 Mon. 7 Mon.

Würfe pro Zuchthäsin u. Jahr: 2, höchstens 3.

Günstige Zuchtzeiten: 1. Deckakt Januar, 2. Mai, 3. Oktober.

Trächtigkeitsdauer: 30 bis 31 Tage. Wurfstärke: 6, höchstens 8 Junge.

Säugezeit: 8 bis 12 Wochen. Ruhepause der Häsin nach dem Wurf:

mindestens 2 Wochen.

Nährwert des Kaninchenfleisches: 40,15 % Nährwert, 59,85 % Wasser.

Nährstoffgehalt des Kaninchenfleisches: 21,5% Eiweiß, 10,0% Fett.

Jahresdurchschnittsleistung eines Angorakaninchens: 550 bis 650 g. Rekordleistung 1958: 1080 g

Düngererzeugung eines ausgew. Kaninchens pro Jahr: 165 kg Dünger.

Streubedarf ein. ausgew. Kaninchens pro Jahr: 20 kg Stroh, 25 kg Torf.

Gehalt an Nährwerten des Kaninchendüngers: 71,0 % Wasser, 28,4%

organische Masse, 0,52 % Stickstoff, 0,45 % Phosphor-Säure, 1,12% Kali, 0,65% Kalk.

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Bernhard Pickert
1948 am Stadtrand von Berlin geboren und im elterlichen Einfamilienhaus mit großem Garten aufgewachsen, kam ich seit frühester Kindheit in den Kontakt mit dem dort gehaltenen Kleinvieh, wie etwa der Milchziege, Hühnern, Enten, Kaninchen und einem großen Haushund. Damals eine normale Situation, denn Kleintierhaltung nebst Bewirtschaftung der eigenen Scholle war weit verbreitet, denn die Erzeugung von Gartenbau- und Tierischen Erzeugnissen unterstützte die familiäre Eigenversorgung, in einer gerade nicht im Überfluss strotzenden Zeit, gleich nach dem 2. Weltkrieg. Erinnerung an diese Zeit ist noch wach, als ich als Grundschüler bei der Futterbeschaffung des heimischen Viehs helfen musste. Für die Enten wurde beispielsweise in den damals vorhandenen Entwässerungsgräben Entengrütze gefischt und für die Kaninchen Grünfutter von den überall noch vorhandenen, brach liegenden Freiflächen geholt. Derweil sich die Zeit hinsichtlich der Versorgungslage verbesserte, wurde von den Eltern das Kleinvieh alsbald reduziert. Kaninchen, die für den Festtagsbraten vorgesehen waren, aber blieben. Als in der Nachbarschaft einer der heimischen Kleintierzuchtvereine eine Ausstellung veranstaltete, kamen mir erstmals Rassekaninchen zu Gesicht. Die Veranstalter erkannten meine Begeisterung für Tiere und in dessen Folge wurde ich als 12jähriger Junge in den ortsansässigen Verein aufgenommen. Meine leidenschaftliche Verbundenheit zur organisierten Rassekaninchenzucht wurde somit geweckt, was schließlich dazu führte, mich umfassend mit diesem Thema zu beschäftigen und über Jahrzehnte Literatur und anderweitige schöne Dinge zusammenzutragen, die irgendwie eine Verbindung zum Kaninchen haben. Wohlwissend, dass es andere ähnlich begeisterte Idealisten gibt, ist über Jahrzehnte ein Archiv entstanden, welches Elemente dokumentiert, auf welche anderswo kaum direkter Zugriff besteht. Initiator für diese bleibende „Leidenschaft“ ist eigentlich der 1983 verstorbene Fachautor und Kleintierkenner Werner Karl Georg Moebes, welchen ich 1970 bei einer Kleintierausstellung kennen lernte und sogleich von seiner Persönlichkeit und seinem umfassenden Wissen begeistert war.

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