Expertentipps für eine erfolgreiche Zwergkaninchen-Zucht

Lothar Thormann – „Das Blaue Jahrbuch“ 2004

Einer der populären Irrtümer unter Züchterfreunden jeden Alters ist oft die Meinung, unsere Zwergkaninchen sind ohne großen Auf- wand leicht zu züchten. Damit sind sie ideale Anfängerrassen und für jugendliche Züchter besonders geeignet. Auch als Zweitrassen sind die Zwerge im Stall zu großen und mittelgroßen Rassen eine willkommene Abwechslung im züchterischen Einerlei, und man kann damit „nebenbei" zu Ruhm und Ehre kommen.

1,0 Fbzw. weißgrannenfarbig schwarz, 16. Club-Vergleichsschau Erlau/Sa. 1999, V 97,0 Sieger. Züchter: Ingo Penn, Neuenkirchen, LV Schleswig-Hol- L. Thormann, Waldheim

Aber die Zucht der Kleinsten zeigt beim Neueinsteiger ebenso wie im Vergleich zu den gewohnten Stammrassen eine Reihe von ,,Ecken und Kanten". Und so mancher erfahrene Züchterfreund bleibt dann doch bei seiner bisherigen Rasse. Zuchtanfänger geben nicht selten vorzeitig auf, weil sie sich die Zwergkaninchen-Zucht weitaus einfacher und nicht zuletzt auch erfolgreicher vorgestellt haben. Ist durch den Zuchtwart oder einen erfahrenen Zwergzüchter nicht bald guter Rat zur Hand, kann es sogar zur völligen Aufgabe aller Bemühungen kommen.

Experten-Tipps sind eigentlich immer vorteilhaft für denjenigen, der gewillt ist, Züchtererfahrungen und spezielle Rassekenntnisse im eigenen Stall umzusetzen. In Bezug auf Hermelin und Farbenzwerge machen sich solche Zuchthinweise besonders bezahlt. Aber auch die Zwerg-Widder und die allerorts auftauchenden Neuzüchtungen von weiteren Zwergrassen stellen nicht nur junge, unerfahrene Anfänger vor schier unüberwindliche Hindernisse.

Aus jahrzehntelanger Zuchterfahrung mit beiden Hermelinrassen, aber auch mit einigen Rassen der Farbenzwerge und Zwerg- Widder, möchte ich versuchen, ein paar brauchbare Hinweise und Tipps zu diesem Thema zu vermitteln. Einbezogen sind hierbei Erfahrungen vieler mir bekannter Zuchtfreunde, die ebenfalls in der Zwergkaninchen-Zucht eisern zur Stange halten. Dass ich ganz „nebenbei“ in diesen Jahren als Preisrichter mein besonderes Augenmerk den Kleinsten widmete, dürfte nicht überraschen und kann den nun folgenden Empfehlungen nur dienlich sein.

Experten-Tipp Nr. 1: Wahl einer Zwergkaninchen-Rasse

Es gibt kein Argument, zu Beginn einem Züchterfreund von der Haltung und Zucht von Zwergkaninchen abzuraten. Im Gegenteil, in Zeiten des leichten Rückganges der Mitgliederzahlen unseres Verbandes sollten wir versuchen, jede Rasse, auch die Zwergrassen, für ein sinnvolles Hobby zu empfehlen. Fraglich erscheint nur eine Entscheidung, die aus dem Augenblick, aus Begeisterung für das äußere Bild von bestimmten Rassevertretern ohne jegliche Zuchterfahrung gefällt wird. Selbstverständlich benötigen Zwergkaninchen kleinere Ställe und weniger Futter, auch geringeren Platz beim Transport und sind überaus handlich im Vergleich zu deutlich größeren Kaninchenrassen.

Ein weiterer Vorteil: beinahe alle Fellfarben, Haarstrukturen, Zeichnungsbilder des Felles und die verschiedenen Körperformen der im deutschen Rassestandard zugelassenen Kaninchenrassen wurden durch hohe Züchterkunst in die mittlerweile ansehnliche Rassenfamilie der Zwergkaninchen übertragen. Züchterherz, was willst du mehr, alles Schöne unter einem Dach, und dazu mit relativ geringem materiellen Aufwand für die Haltung!

Auf den ersten Blick begeistert die „niedliche“ Erscheinung des Zwerg-Typs mit dem kurzen, gedrungenen Rumpf, dem kindlich großen Kopf mit den kurzen Zwergohren und – wichtig in unserer immer mehr auf Show ausgerichteten Zeit – mit verhältnismäßig großen, ausdrucksstarken Augen! Und nicht zu vergessen, dass kurze, dichte und weiche Fell!

Für Tierfreunde jeden Alters mit geringem Stallraum und begrenzter Freizeit wie geschaffen? Im Verkauf liegen die Preise ebenfalls gar nicht so schlecht! Zwergkaninchen „spielen“ ihre Haltungskosten, soweit sie sehr gute und bessere Bewertungen erhalten, oder auch zurzeit gefragte Farben und Fellzeichnungen besitzen, locker ein. Mancher Neueinsteiger verspricht sich sogar einigen Gewinn mit Zwergkaninchen angesichts der doch recht anspruchsvollen Preisgestaltung im Zootierhandel.

Bevor man die augenscheinlichen Vorzüge der Zwergrassen falsch oder überbewertet, sollte man einige andere Aspekte beachten.

Experten-Tipp Nr. 2: Zwergrassen im ZDK-Rassestandard '97

Es ist für den Neubeginn einer Zwergkaninchenzucht vorteilhaft, sich einen Überblick zu den einzelnen Rassen zu verschaffen, um das Besondere bezüglich der Positionen Gewicht, Körperform, Kopf und Ohren sowie Fell zu erkennen.

Im Rassestandard kann sich jeder Züchterfreund zuerst einmal über die einzelnen Abteilungen unserer Kaninchenrassen informieren, in denen die verschiedenen Zwergrassen eingeordnet sind. Besonders interessiert am Anfang die Position Gewicht, die auch die Größe der jeweiligen Rasse näher definiert. Eine übersichtliche Zusammenfassung in Tabellenform ergibt folgendes Bild:

Die drei Abteilungen Normalhaar-, Kurzhaar- und Langhaarrassen erlauben die Rassewahl aus 4 Gewichtsgruppen. Weitaus umfangreicher stellt sich die Palette der Farbenschläge dar, die sich der interessierte Jahrbuch-Leser selbst als Übersicht erstellen kann. Durch zugelassene Neuzüchtungen erweitert sich die Zahl der Farbenschläge bei Zwergkaninchen weiter.

Der Standard legt für Zwergkaninchen mit stehenden Ohren eindeutig mit 5,5 cm bzw. mit 5,0 cm die Stirnbreiten für Rammler und Häsinnen fest.

Auch die Behanglängen für Zwerg-Widder und die Ohrlängen der übrigen Zwerg-Rassen sind durch Längenvorgaben festgelegt. Mit der Qualitäts-Formel „kurz – dicht – weich“ ist die Fellstruktur der Normalhaar-Zwerge ebenfalls klar definiert. Allerdings sollte in der Bewertungspraxis den Zwergschecken und Normalhaar-Farbenzwergen ein etwas höherer Anteil von Grannenhaar zugestanden werden als es für Hermelin erforderlich ist. Erfahrene Preisrichter beachten diese Besonderheiten zur Erreichung klarer und intensiver Zeichnungsbilder bzw. Deckfarben.

1,0 Zwerg-Mantelschecke thüringerfarbig-weiß, Neuzüchtung der Club-Zgm Thomas Künzel/Sebastian Scharz, Tanneberg b. Mittweida, LV Sachsen. Foto: L. Thormann, Waldheim

In der für jede Kaninchenrasse herausragenden Position 2 Körperform lautet für alle Zwergkaninchen die kompromisslose Forderung: Rammler und Häsinnen sind gleichermaßen absolut wammenfrei!

Experten-Tipp Nr. 3: Auswahl der Zuchttiere und der Zuchtmethoden

Auch bei Zwergrassen erscheint es wenig vorteilhaft, wenn nur nach dem Schaukatalog die neuen Zuchttiere ausgewählt werden. Die Zwerge bestechen in ihren Käfigen schon mit den schönen Köpfen und kurzen Ohren und locken damit potenzielle Käufer an. Übermäßige Orientierung auf Kopfbildung kann aber bei Zwergkaninchen dem Zuchtanfänger erhebliche Probleme bringen.

Richtig ist, wenn der Zuchtrammler möglichst optimal im Phänotyp ist. Er soll den neuen Zuchtstamm begründen und im günstigen Fall seine äußere Erscheinung auf folgende Generationen gut vererben.

Darüber geben möglichst zahlreiche Nachkommen, Abstammungsnachweise sowie Rang und Namen des Ausstellers des betreffenden Tieres einige Auskünfte. Zwerghäsinnen mit hoher Bewertung, insbesondere mit auffallend starken Köpfen und recht kurzen Ohren sowie massiver Rumpfbildung haben sich in meiner Zucht und auch bei langjährigen Züchterfreunden sehr selten als fruchtbare Mütter mit gutem Aufzuchtvermögen bewährt.

Man achte bei der Auswahl neuer Häsinnen für die Zucht auf eine Abstammung aus fruchtbarem Stamm, auf deutliche weibliche Körpermerkmale und ausreichende Größe. Die junge Häsin kann also bei guter Beckenausbildung vorn etwas schmaler sein, und eine Ohrenlänge von 6 cm bei Hermelin und Farbenzwergen ist kein Nachteil. Das Zuchtgewicht sollte nicht unter 1,25 kg liegen. Das alles bei völliger Wammenfreiheit! Gut ist es deshalb, wenn man vor einem Tierkauf am Stall des Verkäufers dessen Althäsinnen sehen kann. In Sachen Wamme schlägt dann die Stunde der Wahrheit!

Bewährt hat sich deshalb nach wie vor der direkte Kontakt zum Züchter, von dem neue Zuchttiere gekauft werden sollen. Am Stall erhält man beste Einblicke und auch die passenden Erklärungen zu den Tieren und den Zuchtmethoden. Es ist wichtig zu erfahren, ob Linienzucht betrieben und auch wie intensiv bereits die Inzucht an- gewandt wird.

Bei spalterbigen Rassen in Bezug auf Farbe und Zeichnung (z. B. Schecken-Zwerg-Widder, Zwergschecken, Farbenzwerge marderfarbig u. a.) sind einfarbige, nicht standardgerechte gezeichnete Tiere oft wichtig und geeignet zur Erreichung schöner Nachzuchttiere. Anfänger muss man hierüber aufklären.

Seltener 6-er-Wurf Hermelin Rotaugen Club-Züchters Heinz Haase, Calbitz b. Oschatz, LV Sachsen. Foto: L. Thormann, Waldheim

Experten-Tipp Nr. 4: Haltung von Zwergkaninchen und Zuchtablauf

Die Haltung in nicht zu kleinen Boxen mit reichlich Auslauf für die Würfe der Zwerghäsinnen erscheint eigentlich selbstverständlich. Leider wird hierbei oft an der falschen Stelle gespart.

Weil die Zwerge leicht verfetten, ist Bewegung sehr wichtig und entsprechend in geräumigen Buchten zu gewährleisten.

Apropos Fettansatz und Größenwachstum: Zwerg-Widder sind bestrebt, leicht ihre Gewichtsgrenze von 2 kg zu erreichen. Wer versucht, die Tiere auf Größe und Gewicht zu hungern, wird in Position 2 Körperform erhebliche Punktabzüge dafür erhalten. Zur Ehre langjähriger Spezialzüchter unserer kleinsten Widder sei gesagt, dass durch strenge Selektion im Rahmen von Linienzucht unsere Zwerg-Widder im Gewichtsbereich zwischen 1,70 und 1,85 kg genetisch zunehmend gefestigt wurden und werden. Und das bei Erreichung der kurzen und breitschultrigen Körperform mit straffer Fellhaut.

Hermelin und Farbenzwerge bedürfen gleichfalls einer maßvollen Fütterung, was die Verabreichung von Konzentratfutter betrifft. Verfettung mindert nicht nur die Zuchtbereitschaft und Wurfgröße, sondern mastige Fütterung in der Trächtigkeit hat z. T. übergroße Föten zur Folge, die zumeist tot geboren werden.

Eine besondere Klippe im Zuchtablauf ist die Spalterbigkeit der Hermelin und Farbenzwerge in der Position Körpergröße und Geburtsgewicht. Abzeichen- und Zeichnungsrassen unserer Kleinsten sind zusätzlich in diesen Rassemerkmalen spalterbig. Nicht zuletzt, deswegen wurde auch der Gewichtsbereich von Zwerg-Punktschecken heraufgesetzt und Empfehlungen seitens des ZDK zur zweckdienlichen Verpaarung von Schecken gegeben. Genetische Abläufe und die bekannten Erbformeln hierzu würden den Rahmen dieses Beitrages sprengen und können vom Leser in zahlreichen Veröffentlichungen eingesehen werden.

Die kleinen Würfe sowie Ausfälle durch genetische Defekte und Haltungsfehler sind Ursachen dafür, dass mehr Zuchthäsinnen gehalten werden müssen. Das wiederum erfordert eine größere Anzahl von Stallbuchten. Leistungszüchter, die pro Schauperiode mindestens ein halbes Dutzend Ausstellungen und mehr beschicken möchten, womöglich nicht nur mit je einer Zuchtgruppe, benötigen schon eine ansehnliche Stallanlage und keinesfalls weniger als zehn Zuchthäsinnen, eher mehr.

So gesehen ergibt sich, eingerechnet die Winterzucht, ein gerüttelt Maß an Arbeit.

Winterzucht deswegen, weil junge Zwergrammler für die notendige Kopfentwicklung ebenso lange benötigen wie jede andere „normale“ und größere Rasse.

Der nächste „Knackpunkt“: Junghäsinnen aus sehr zeitigen Würfen sind in der Regel im Herbst außer Form, d. h. schon weit über die Schaureife hinaus entwickelt und werden in kurzen Abständen hitzig. Hinzu kommt das leidliche Wammenproblem in Zuchtstämmen, die nicht frei sind von diesem Übel. Bei zu deftiger Fütterung fallen Häsinnen aus Januar-/Februarwürfen bereits vor ihrer Zuchtbenutzung wegen reichlich lockerem Brustfell und Wammenansatz für den Schauwettbewerb aus.

Experten-Tipp Nr. 5: Zwergkaninchen bei Ausstellungen

Die Zwerge unter unseren Kaninchenrassen sind immer der besondere Höhepunkt einer Ausstellung. Je zahlreicher die Zwergrassen vertreten sind, umso bunter und abwechslungsreicher bietet sich die Schau den Besuchern. Als Züchter sollte man beachten, dass wegen der durchschnittlich geringen Wurfstärke es schwierig ist, im Wettbewerb der Zuchtgruppen aller Rassen zu bestehen. Zumeist werden aus zwei Würfen die jeweils zwei besten Nachzuchttiere zu einer Zuchtgruppe II zusammengestellt. Ein Elterntier plus drei Nachzuchttiere eines Wurfes bilden eine Zuchtgruppe I und stellen bei Hermelin und Farbenzwergen zumeist einen kompletten Wurf mit Vater oder Mutter dar. Viel Züchterglück, aber vor allem eine jahrelange Treue zur Linienzucht mit einem aussagefähigen Zuchtbuch und das gewisse Geschick bei der Verpaarung sind in der Zwergkaninchenzucht unbedingt notwendig, um Erfolge bei der Bewertung und letztlich auch beim Tierverkauf zu haben. Die im Vergleich zu größeren Rassen relativ hohen Verkaufspreise für sehr gute Zwergkaninchen sind deshalb wegen des hohen Zuchtaufwandes und rassetypischer Besonderheiten mehr als gerechtfertigt und haben mit einem Modetrend wahrhaftig nichts zu tun. Das betrifft natürlich besonders die in Größe und Zeichnung gewissermaßen doppelt spalterbigen Zwergkaninchen.

Unsere EXPERTEN-TIPPS auf einen Blick

Die Hinweise für die Freunde der Zwergkaninchenzucht sollten nur einige wichtige Schwerpunkte aufzeigen. Das betraf vor allem die Wahl einer Zwergrasse oder eines Farbenschlags aus diesen. Besonders im ZDK-Standard spiegelt sich die Vielfalt der Rassemerk- male unserer Zwerge wider. Sehr wichtig erscheint mir die richtige Wahl der Zuchttiere und der Zuchtmethoden, verbunden mit praktischen Tipps für eine rassetypische Haltung und den entsprechenden Zuchtablauf.

„Ohne Fleiß kein Preis“ trifft auf die kleinsten Rassen besonders zu. Deshalb bildet die erfolgreiche Teilnahme an Ausstellungen für Zwergzüchter die Krönung ihrer nicht leichten Zuchtarbeit!

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Bernhard Pickert
1948 am Stadtrand von Berlin geboren und im elterlichen Einfamilienhaus mit großem Garten aufgewachsen, kam ich seit frühester Kindheit in den Kontakt mit dem dort gehaltenen Kleinvieh, wie etwa der Milchziege, Hühnern, Enten, Kaninchen und einem großen Haushund. Damals eine normale Situation, denn Kleintierhaltung nebst Bewirtschaftung der eigenen Scholle war weit verbreitet, denn die Erzeugung von Gartenbau- und Tierischen Erzeugnissen unterstützte die familiäre Eigenversorgung, in einer gerade nicht im Überfluss strotzenden Zeit, gleich nach dem 2. Weltkrieg. Erinnerung an diese Zeit ist noch wach, als ich als Grundschüler bei der Futterbeschaffung des heimischen Viehs helfen musste. Für die Enten wurde beispielsweise in den damals vorhandenen Entwässerungsgräben Entengrütze gefischt und für die Kaninchen Grünfutter von den überall noch vorhandenen, brach liegenden Freiflächen geholt. Derweil sich die Zeit hinsichtlich der Versorgungslage verbesserte, wurde von den Eltern das Kleinvieh alsbald reduziert. Kaninchen, die für den Festtagsbraten vorgesehen waren, aber blieben. Als in der Nachbarschaft einer der heimischen Kleintierzuchtvereine eine Ausstellung veranstaltete, kamen mir erstmals Rassekaninchen zu Gesicht. Die Veranstalter erkannten meine Begeisterung für Tiere und in dessen Folge wurde ich als 12jähriger Junge in den ortsansässigen Verein aufgenommen. Meine leidenschaftliche Verbundenheit zur organisierten Rassekaninchenzucht wurde somit geweckt, was schließlich dazu führte, mich umfassend mit diesem Thema zu beschäftigen und über Jahrzehnte Literatur und anderweitige schöne Dinge zusammenzutragen, die irgendwie eine Verbindung zum Kaninchen haben. Wohlwissend, dass es andere ähnlich begeisterte Idealisten gibt, ist über Jahrzehnte ein Archiv entstanden, welches Elemente dokumentiert, auf welche anderswo kaum direkter Zugriff besteht. Initiator für diese bleibende „Leidenschaft“ ist eigentlich der 1983 verstorbene Fachautor und Kleintierkenner Werner Karl Georg Moebes, welchen ich 1970 bei einer Kleintierausstellung kennen lernte und sogleich von seiner Persönlichkeit und seinem umfassenden Wissen begeistert war.