Von Manfred Arnold, Leverkusen – „Das Blaue Jahrbuch“ 1995
Ein Thema wie das „,Schaufertigmachen der Kaninchen" gehört sicherlich zum Repertoire eines jeden Zuchtwerbewartes. Häufig ist aber festzustellen, dass dieser Komplex erst in der letzten Versammlung vor der Lokalschau angesprochen wird, um zu retten was noch zu retten ist. Das Schaufertigmachen der Kaninchen beginnt sicherlich nicht mit den fünf Minuten vor einer jeden Ausstellung, in der in aller Hektik noch die Krallen geschnitten werden und womöglich die eine oder andere übersehen wird. Unter der Bezeichnung „Schaufertigmachen“ sind u. a. Begriffe wie: Haltung, Pflege und Betreuung zu verstehen.
Der Beginn des Schaufertigmachens
Schon kurz nach der Geburt sollte ein Kaninchen auf seine spätere Aufgabe als Ausstellungstier vorbereitet werden. Hierzu gehört als erstes dessen Zutraulichkeit. Wie oft erlebt man, dass sich die Tiere in ihren Ausstellungskäfigen wie wild gebärden. Auf dem Richtertisch liegen sie dann ängstlich zusammengekauert, oder versuchen ihn sogar fluchtartig zu verlassen. Eine optimale Bewertung ist so nicht möglich, und es kommt sicherlich zu ver- schenkten Punkten. Daher sollte sich der Züchter von der ersten Stunde an mit den Tieren beschäftigen. Man nimmt, so oft es die Zeit erlaubt, die nackten noch blinden Jungtiere aus dem Nest und hält sie in den Händen, am besten so viele wie hineinpassen. So gewöhnen sich die Jungtiere an den Geruch und die Behandlung durch den Menschen. Wenn sie nach 10 Tagen die Augen öffnen, sind sie so schon ein wenig mit ihrem Pfleger vertraut. Der weitere Umgang wird erleichtert, und die Kaninchen sind wesentlich umgänglicher. Desweiteren wirkt es sich positiv aus, die Tiere öfters auf einen Tisch zu setzen. Nicht nur um sie in Positur zu bringen, sondern um sie daran zu gewöhnen. Ein ganz einfaches Mittel ist es, die Jungtiere während der Stallreinigung ein paar Minuten auf dem Tisch sich selbst zu überlassen. Diese Freiheiten danken sie einem später mit weniger Scheu und aufrechter Haltung. Trotzdem wird es immer wieder Stämme geben, die aggressiv reagieren oder gar beißen. Diese Tiere werden auch durch den geduldigsten Züchter nicht zahm. Diese Übel sollte man durch strenge Selektion ausmerzen. Bringt auch das Einkreuzen von zahmeren Artgenossen nicht den gewünschten Erfolg, so erscheint es ratsam, sich komplett von diesem Stamm zu trennen.
Die Pflege der Krallen
Bei der Anmeldung zur Schau sollten die Krallen kontrolliert und nochmals geschnitten werden. Dieses sollte aber nicht das erste Mal sein, dass die Zehen des Kaninchens vom Züchter in Augenschein genommen werden. Bereits im frühen Jungtieralter sind die Krallen spitz wie Dornen, und bei der Überprüfung der Farbe sollte bereits eine Kürzung vorgenommen werden. Je nach Beschaffenheit des Stallbodens, vor allem aber auf Drahtrosten, ist dieses in gewissen Zeitabständen zu wiederholen. Besonders der durchblutete Teil der Krallen wächst ansonsten extrem stark mit, und das Kürzen auf ein vernünftiges Maß ist nur noch unter Blutungen möglich. Noch ein Wort zu dem, was einem so auf dem Richtertisch präsentiert wird: Von Krallenschneiden kann da teilweise nicht mehr die Rede sein. Brutal abgetrennt, wie mit der Axt abgeschlagen, grenzt diese Art der Betreuung schon an Tierquälerei. Alleine die Tatsache, dass bei dieser Prozedur sicherlich auch Blut fließt, sollte jeden eines Besseren belehren.

Abb. 1: Der Verfasser beim Schneiden der Vorderlaufkrallen bei einem ruhigen, an den Menschen gewöhnten Tier. Foto: Arnold
Die Geschlechtsecken
Neben den Krallen sind die Geschlechtsecken für viele das zweite Hauptkriterium des Schaufertigmachens. Es empfiehlt sich, mit den im Haushalt verwendeten Wattestäbchen vorsichtig die Talgablagerungen zwischen den Hautfalten am Geschlecht zu entfernen. Ich persönlich bin ein Verfechter der sogenannten „Trockenreinigung“ d. h. ohne Öl und sonstige Hilfsmittel. Denn oft werden Tiere präsentiert, bei denen es der Züchter derart gut meinte, dass der ganze Haarbereich verklebte. Sicherlich finden sich unterschiedlich starke Rückstände in den Geschlechtsecken und dass ein alter Rammler wesentlich mehr aufweist als eine junge Häsin, hat wohl auch schon jeder erlebt. Hier können die festen und harten Bestandteile vorher mittels Pinzette abgelöst und anschließend mit dem erwähnten Wattestäbchen nachgereinigt werden. Ein „polieren“ der zu reinigenden Stellen sollte unterbleiben. Denn diese fetthaltige Substanz erfüllt in etwa die Funktion unseres Ohrenschmalzes und manch einer hat schon unliebsame Erfahrungen bei zu gründlicher Reinigung seiner Gehörgänge gemacht. Diese Kontrolle sollte mehr als einmal pro Jahr erfolgen, umso weniger Arbeit ist dann in den einzelnen Fällen zu leisten.
Das richtige Festhalten
Es gehört ein wenig Übung und Geschick dazu, ein Kaninchen alleine richtig zu fixieren, ohne dem Tier und sich Schaden zuzufügen. Oftmals ist es gerade bei den großen Rassen recht schwer, die Tiere, ruhig auf dem Rücken liegend, festzuhalten. Dazu fasst man von oben die Ohren zusammen mit einem Teil des Nackenfells des Kaninchens. Mit einer Hand dreht man es dann vorsichtig auf den Rücken. Nun hat man die Möglichkeit, mit der freien Hand die Krallen der Hinterläufe zu schneiden. Zuckt das Tier kurz nach dem Abknipsen, so wechselt man zur nächsten Kralle am anderen Lauf. Vorne reicht es meistens schon, wenn das Tier auf einem Tisch sitzend mit einer Hand an den Körper gedrückt wird. Man hebt einen Vorderlauf kurz an und kann in natürlicher Stellung die Nägel kürzen. Für den zweiten Lauf dreht man das Kaninchen und verfährt ebenso. Beim Reinigen der Geschlechtsecken packt man das Tier auf ähnliche Weise, nur dass man anschließend den Kopf zwischen Ellbogen und Körper fixiert. Stützt man sich dabei auf einen Tisch auf, so sind beide Hände frei, um die nötigen Hand- griffe auszuführen. Im Sitzen ist es auch recht gut zu bewerkstelligen.
Es macht sich natürlich bezahlt, wenn die Pfleglinge an den Züchter gewöhnt sind, ein ruhiges Wesen zeigen und diese Handlungen ruhig über sich ergehen lassen. Aber auch fremde Tiere sind bei der richtigen Handhabung recht gut auf diese Weise zu manövrieren. Wichtig bei allen Handgriffen ist der korrekte und feste Griff, dann geschieht weder dem Pfleger noch dem Pflegling etwas. Die meisten Kratzer handelt man sich häufig durch zögerliches Verhalten ein. Wer alleine nicht die nötige Übung hat, sollte eine zweite Person um Hilfe bitten. Während einer für das Fixieren des Tieres zuständig ist, kann der andere die Geschlechtsecken reini- gen oder sich den Krallen widmen.

Abb. 2: Korrektes Fixieren des Kaninchens durch den Verfasser beim Schneiden der Krallen an den Hinterläufen. Foto: Arnold
Das Wammenproblem
Dass das Beschneiden der Wammen verboten ist, hat wohl jeder schon zur Kenntnis genommen. Trotzdem landet so manches Gramm Wolle vor den Ausstellungen auf dem Putztisch. Um dieses Problem besser in den Griff zu bekommen, ist hier eine weitsichtige Planung angebracht. Als erstes setzt man nur Tiere in die Zucht ein, die diese unansehnliche Hautfalte gar nicht oder nur begrenzt aufweisen. Zum zweiten verpaart man aus diesen Nachzuchten nur Tiere, für die das gleiche gilt.
Eine große Bedeutung kommt der Fütterung der Jungtiere zu. Hier ein paar Maßregeln, die für vieles Gültigkeit haben, nicht nur fürs Anfüttern von Wammen. In den ersten drei Lebensmonaten (12-14 Wochen) benötigt das Jungkaninchen die besten Voraussetzungen, um all seine angelegten Eigenschaften ausbilden zu können. Daher ist ein ständiges Vorhandensein von ausreichen- dem Futter und Trinkwasser die beste Voraussetzung für eine opti- male Jungtierentwicklung. Anschließend sind die Rationen lang- sam auf ein Maß zu reduzieren, das diese innerhalb von 24 Stunden, bzw. von einer Fütterung zur nächsten, vollständig verzehren können. Das gilt in erster Linie für die heute vielfach angewandte Pelletfütterung. Meint es der Züchter zu gut, führt es häufig zur Verfettung. Befindet sich noch Restfutter im Napf, so ist die Ration so zu dosieren, dass sie beim nächsten Mal aufgefressen ist. Dazu sei bemerkt, dass die Fütterung mit viel Fingerspitzengefühl zu erfolgen hat und jedes einzelne Tier individuell zu versorgen ist. Bei dieser Methode wird folgendes erreicht: die Tiere sind nie überfressen, neigen somit nicht zur Verfettung und behalten eine sportliche Form. Während fette Tiere träge sind, zeigen richtig ernährte immer eine gewisse Aktivität, die sie indirekt auch fit hält. Somit ist das frühzeitige Ausbilden einer Wamme auch nicht zu befürchten und die Kämmerei vor den Ausstellungen kann unterbleiben. Sollte diese unangenehme Wamme trotzdem auftreten, so ist das Beschneiden sicherlich nicht ratsam. Das Ausdünnen der Unterwolle und das Zupfen der überstehenden Grannenhaare kann in einer gemäßigten Form angewandt werden. Alte Sägeblätter oder was da sonst noch alles zur Anwendung gelangen soll, muss der Vergangenheit angehören.
Das Gewicht
Ein Züchter sollte ständig über die körperliche Entwicklung seiner Pfleglinge informiert sein. Wie geht das besser als die Kontrolle mittels Waage. Ein Zuchttier ist, wie oben angeführt, nicht zu mästen und auch nicht auf Sparflamme zu halten. Werden die Gewichte regelmäßig notiert, können über Jahre Standardwerte erzielt werden, die einen ständigen Vergleich der Jungtierentwicklung ermöglicht. Punktverluste durch Mindergewichte und der damit verbundenen körperlichen Unreife sollten bei frohwüchsigen Stämmen heute ausgeschlossen sein. Neben dem Deutschen Einheitsstandard sollte daher die Waage zur Grundausstattung eines gewissenhaften Züchters gehören.
Weiße oder andersfarbige Haare
Selbstverständlich ist es zulässig, störende Haare zu entfernen. Das Zupfen von einigen weißen Haaren hat sicherlich nichts mit Betrug zu tun. Wir kennen es ja auch von uns Menschen, dass der Schönheit schon so manches Haar weichen muss. Das mühselige, stundenlange Putzen der Grannen auf den Läufen der Lohkaninchen gehört der Vergangenheit an. Auch wenn mancher Übereifrige diese Techniken noch betreibt, so hat dies nichts mehr mit Verschönerung zu tun, eher schon mit Quälerei für Mensch und Tier. Unter diesem Aspekt ist auch das Entfernen von übermäßig auftretenden weißen oder andersfarbigen Haaren zu sehen. Weiße Büschel in der Decke oder den Läufen können durch winzige Verletzungen, besonders in den ersten Lebenstagen, schon mal verursacht werden. Da diese aber nicht genetisch verankert sind, ist ein Entfernen dieser Farbtupfer sicherlich wünschenswert und hat nichts mit Manipulation zu tun. Die unschönen weißen Haare in den Ohrrändern sind sowieso nur durch Freilegung von Kahlstellen möglich und das Zupfen hat daher gänzlich zu unterbleiben. Hier sollte jeder gewissenhaft abwägen, was noch möglich ist und welches Tier weder etwas auf einer Ausstellung noch in der Zucht zu suchen hat.
Sauberkeit
Über die Häufigkeit der Stallreinigung muss sich jeder Züchter selbst im Klaren sein. Über die Sauberkeit seiner Tiere befinden später andere. Stallschmutz an den Läufen, Filzbildung im Geschlechts- und Blumenbereich oder Kotreste an den Krallen zeugen nach wie vor von unsachgemäßer Haltung der Tiere. Wobei nicht alleine die Menge des Kotes die Tiere verunreinigt, schon eher die häufig damit verbundene Nässe. Hier hilft ein regel- mäßiges Nachstreuen oder öfteres Ausmisten, besonders in der heißen Jahreszeit oder im feuchten Herbst. Bei weißen Tieren hilft das auch nicht immer, so dass wohl jeder Weiße-Neuseeländer- oder Hermelinzüchter seine spezielle Haltungsmethode hat. Vieles ist auch unter dem Aspekt des Schaufertigmachens bei der Reinigung der weißen Läufe schon versucht worden. Doch ist eine ordnungsgemäße Haltung immer noch der beste Weg. Vielleicht sind wir Preisrichter mit einer z. T. zu kritischen Bewertung der Position 6 bei weißen Kaninchen auch daran schuld, dass auf dem Sektor der Manipulation schon so manches versucht wurde. Selbst einem neuen Paar Schuhe sieht man es an, wenn sie nur kurz auf trockenen Wegen benutzt worden sind. Unter diesem Aspekt sollten auch die Läufe unserer Lieblinge gesehen werden. Doch was so mancher Aussteller bei weniger „empfindlichen“ Rassen zeigt, ist auch mittels waschen, bürsten usw. nicht zu beheben.
Die Fellpflege
Ein altes Hausmittelchen, das Verfüttern von Sonnenblumenkernen oder Leinsamen, verfehlt auch heute noch nicht seine Wirkung. Ölhaltige Futtermittel unterstützen und fördern den Haarungsprozess. Vielfach wird erst 4-6 Wochen vor der ersten Ausstellung mit der Verabreichung begonnen, was dann meist zu spät ist. Bereits vor Beginn der herbstlichen Haarung im August sollte damit begonnen werden. Dies kann dann über die ganze Ausstellungssaison beibehalten werden. Neben einer schnelleren Umhaarung zeigen unsere Kaninchen einen besseren Glanz. Jeder sollte es einmal mit einem Teil eines Wurfes ausprobieren und die Unter- schiede später vergleichen. Das Behandeln der Deckhaare mit Kerzenwachs, das Einreiben von Stabilisatoren in die Haare, wie es bei Perücken angewandt wird, oder andere Tricks führen in meinen Augen nicht zur Aufwertung der Fellqualität, eher schon ein oftmaliges Bürsten in der Zeit der Haarung. Dabei werden die abgestorbenen Haare entfernt und die Durchblutung angeregt. Damit großflächig stark haarende Tiere schneller umsetzen, empfiehlt sich folgendes: Die Tiere werden mit dem Gesicht zum Züchter auf einen Tisch gesetzt. Mit Venyl- oder Gummihandschuhen wird gleichmäßig und kräftig mit dem Haarlauf nach hinten gestrichen. Wird dies etwa 2-3 Minuten praktiziert und am nächsten Tag wiederholt, dann erkennt man seinen Pflegling nach ein paar Tagen kaum wieder. Es genügen dazu auch schon etwas angefeuchtete Hände, um die abgestorbenen Haare loszuwerden. Gerade bei den frühen Schauen im Oktober hat sich dadurch schon so mancher Züchter wichtige Punkte gesichert.
Das Putzen von Zeichnungstieren
Darüber bestehen in der Züchterwelt die unterschiedlichsten Auffassungen. Während die einen den Standpunkt vertreten „ wie geboren so ausgestellt“, gehen andere wiederum hin und versuchen das Zeichnungsbild fast künstlerisch zu korrigieren. Es fällt sicherlich nicht unter den Begriff der strafbaren Handlung, wenn der Ring beim Holländerkaninchen durch leichtes Auszupfen etwas begradigt wird. Ebenso erscheint mancher Zeichnungspunkt, nachdem der Züchter Hand angelegt hat, oftmals wesentlich standardgerechter. Alle weiteren Maßnahmen wie das Beschneiden oder Färben haben zu unterbleiben. Nicht nur, dass sonst sämtliche Tiere von der Bewertung und der Preisverteilung gar ausgeschlossen werden. Neben einer zu erwartenden Verbandsstrafe bleibt vielfach auf Jahre hinaus ein fader Beigeschmack, wenn die Rede auf den Ertappten kommt.
Die Ohren
Der Standard verlangt saubere Ohren. In der Regel sind die Ohren unserer Kaninchen, zumindest im Innern, recht sauber. Mit Räudemilben befallene Tiere bilden in den Gehörgängen borken- artige Auswüchse. Dies zeigt einen Befall an und ist sofort zu behandeln. Dass diese Patienten nichts auf Ausstellungen zu suchen haben, ist eigentlich selbstverständlich. Anders gestaltet sich da schon das Problem mit der Tätowierfarbe. Auf Jungtierschauen findet man nicht selten noch Reste dieser Farbe bei den jüngsten der Ausstellungstiere. In den meisten Fällen reicht die Zeit von der Kennzeichnung bis zum ausstellungsfähigen Alter, damit die Farbe abblättert. Häufig putzen sich die Tiere eines Wurfes auch selbst. Doch es gibt Ausnahmen. Zwerge, die wegen des geringeren Längenwachstums manchmal etwas später tätowiert werden. Tiere, die nach der Kennzeichnung einzeln gehalten wer- den. Oder Fälle, in denen die Farbe etwas reichlich aufgetragen wurde. Ein Auswaschen verschlimmert vielfach den Effekt. Daher erscheint ein trockenes Ausputzen schon eher ratsam. Ist die Kennzeichnung einwandfrei zu lesen, die Tiere dazu noch recht jung und die Farbspuren nur gering, so sollte der Züchter es ruhig wagen, seine Tiere vorzustellen. Bei einem Preisrichter mit Fingerspitzengefühl dürften keine Minuspunkte in der Pflege zu erwarten sein, wenn man die Quälerei beim Ohrensäubern dagegenhält.
Krankheiten
Es sollte für jeden Züchter selbstverständlich sein, seine Pfleglinge in einem optimal guten Gesundheitszustand zu präsentieren. Dass kranke oder mit Parasiten befallene Tiere nichts auf Ausstellungen zu suchen haben, dürfte auch jedem einleuchten. Trotzdem kann man es nicht immer ausschließen, dass im Laufe einer Zuchtsaison Tiere erkranken. Gerade in den Monaten der Jungtierentwicklung wird man mit diesen Problemen konfrontiert. Deshalb sollte es ein Anliegen eines jeden sein, sich intensiv mit dem Auftreten, dem Verlauf und der Heilung von Krankheiten zu befassen. Genauso wichtig sind die hygienischen und Desinfektionsmaßnahmen, die im Laufe eines Jahres zu beachten sind. Sie tragen sicherlich auch dazu bei, die Kaninchen optimal auf die Ausstellungen vorzubereiten.
Schlussbetrachtung
Den Zeitpunkt, an dem die Tiere vor dem Einstallen einer letzten Durchsicht unterzogen werden, wählt jeder Züchter selbst. Es erfolgt noch einmal der letzte Feinschliff. Nie sollte es aber dazu kommen, dass diese Durchsicht hier zum ersten Mal erfolgt. Gut gepflegte Tiere, sauber, umgänglich und in bester körperlicher Verfassung, sind wesentlich beliebter bei den amtierenden Preisrichtern als Tiere, bei denen man sich im wahrsten Sinne des Wortes die Hände schmutzig macht. Nicht selten führen die genannten positiven Faktoren zu einer höheren Einstufung auf der Erfolgsleiter der Rassekaninchenzucht.






